Salutogenese (lat.: salus: Gesundheit; -genese: Entstehung)

Mit Salutogenese wird ein Modell des Medizinsoziologen Antonovsky bezeichnet, bei dem Krankheit und Gesundheit nicht getrennt, sondern als Kontinuum definiert werden.

 

Es wird ein Kohärenzgefühl beschrieben, welches für eine Art „innere Zufriedenheit“ steht. Hierfür sind folgende Punkte zur Lebensbewältigung wichtig:

1.     Verstehbarkeit

2.     Bewältbarkeit

3.     Sinnhaftigkeit

 

Eine große Rolle spielen auch die persönlichen Ressourcen und äußeren Faktoren, wie Bewegung, Ernährung, Entspannung und Sozialkontakte.

 

Wie steht es nun um die Salutogenese beim Tier?

Auch hier können wir beobachten, dass einzelne Individuen mit den scheinbar selben Umständen unterschiedlich gut zurechtkommen. Auch Tiere bringen persönliche Ressourcen mit und für sie sind ebenfalls Dinge wie Bewegung, Ernährung und Entspannung essentiell.  

Wie sieht es nun aber bei Tieren mit dem Lebenssinn und den Sozialkontakten aus? Aus meiner Sicht steht, entgegen der Meinung einiger Hundetrainer, bei diesem seit Jahrtausenden domestizierten Tier, das Menschenrudel als Sozialkontakt im Vordergrund, was auf keinen Fall bedeutet, dass nicht auch ein regelmäßiger Kontakt zu Artgenossen unabdingbar ist.

Die Sache mit dem Lebenssinn ist da schon schwieriger? Sind Tiere sich eines Lebenssinns bewusst? Diese Frage möchte ich eigentlich lieber im Raum stehen lassen. Was für Tiere aber sicher genauso wichtig, wie für den Menschen ist, sind Verstehbarkeit und Bewältbarkeit von Aufgaben.

 

Also bitte nicht wundern, wenn ich Ihnen im Erstgespräch auch scheinbar merkwürdige Fragen stelle.